02. August 2019

Wie der E-Scooter Hype der Fahrzeugüberführung helfen kann

Sie sind schnell, handlich und mittlerweile in fast allen Städten zu finden – E-Scooter. Lohnten sich die elektrischen Tretroller bislang aufgrund der schwachen Akkus nicht für einen flächendeckenden Einsatz, liegen sie seit diesem Jahr voll im Trend und überzeugen mit langen Reichweiten und einer einfachen Handhabung. Dabei liegen vor allem Sharing-Dienste hoch im Kurs, also das kurzzeitige Anmieten der E-Roller. Das Prinzip ist einfach: Eine App die man sich zuvor herunterladen muss ist der Ausgangspunkt des Ganzen. Sie gibt einem eine Übersicht über verfügbare Scooter in der Nähe und zeigt dem Nutzer auch Informationen wie Akkustand, das Modell oder aber auch die verbrauchten Kalorien. Hat man sich für einen Roller entschieden beginnt man nach einer kurzen Einrichtung seine Fahrt und zahlt dann pro Minute zzgl. einer Pauschale. Neben der einfachen Bedienung liegt der große Vorteil vor allem auch darin, dass man den Roller an fast jeder Stelle abstellen kann und so eine hohe Flexibilität genießt.

Mann fährt auf E-Scooter
Mann fährt schnell auf E-Scooter

E-Scooter erleben zurzeit einen großen Aufschwung, weshalb es nicht verwundert, dass die Anzahl der Anbieter stetig wächst. Sie werben um die Gunst der Nutzer und locken mit immer besseren Angeboten, was auf der einen Seite Konkurrenz schafft, auf der anderen jedoch die Wahl des passenden Anbieters enorm erschwert. Momentan gibt es bundesweit vier große Anbieter, die alle mit verschiedenen Extras ihre Roller unter die Füße der Menschen bringen wollen. Der größte von ihnen: Lime. Die knallgrünen Scooter sind schon von weitem zu sehen und auch das Einsatzgebiet und der Umfang der Leistungen ist hier am größten. Bieten die meisten Anbieter eine Vermietung nur im Stadtzentrum an, so liegt der große Vorteil des US-Anbieters vor allem in seinem großen Radius, was besonders diejenigen freut, die außerhalb der Stadt wohnen oder arbeiten. Die Firma bietet neben der reinen Fahrt auch Gimmicks an, wie einen Kalorienmesser oder aber eine Routenplanung. Doch die Konkurrenz schließt dicht auf. Anbieter wie Tier, Circ oder aber der schwedische Anbieter Voi bieten alle das Gleiche auf ähnlichem Niveau. Was auffällt: Einen Preiskampf gibt es unter den Firmen nicht. QR-Code scannen, händisch freischalten oder per App – alle Anbieter verlangen 1€ für die Freischaltung und 15 Cent pro Minute. Klar ist, man bezahlt den Spaßfaktor und die hohe Flexibilität mit. Ob das einem der Preis wert ist, muss jeder für sich entscheiden, ausprobieren sollte man die E-Scooter aber auf alle Fälle einmal.

Mann fährt abends auf einem E-Scooter
Mann fährt abends auf einem E-Scooter

E-Roller für die Fahrzeugüberführung oder für Hol- und Bringservice:

Die große Beliebtheit der E-Roller liegt zurzeit vor allem am Spaßfaktor. Ohne Anstrengung und mit Spaß von A nach B zu gelangen, zieht die Experimentierfreudigen gerade zu an. Daneben liegt im Bereich E-Mobilität in Form elektrischer Roller aber auch großes, bisher ungenutztes Potenzial. Hol- und Bringservice, Lieferdienste oder aber Fahrzeugüberführungen sind optimale Abnehmer, da die Wege oft kurz sind und die Strecken ohne Zwischenladen zu schaffen sind. Oftmals haben Reisende oder Nutzer eines Mietwagens das Problem, einen geeigneten Transport zur, oder weg von der Station zu finden und müssen so oft auf teure Taxen oder öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Das kostet neben Nerven vor allem Geld. Für die Verbindung zwischen öffentlichen Verkehrsmitteln und Mietwagen-Stationen könnten die Roller wahre Zeitbringer sein. Ist man in einer Stadt angekommen lässt es sich ganz leicht auf den Roller steigen, welcher einen dann problemlos zur nächsten Station bringt. Da man die handlichen Scooter einklappen und quasi überall abstellen kann, muss die Reise an der Station noch nicht zu Ende sein - handlich verstaut kann er mitgenommen und am Ankunftsort für den weiteren Weg genutzt werden. Neben Vorteilen für Reisende bietet diese Art der Nutzung auch Vorteile für Firmen der Fahrzeugüberführung oder eines Hol- und Bringservice.

Mann überführt ein Auto

Muss ein Fahrzeugüberführer Fahrzeuge von A nach B überführen, so sind dafür oft zwei Arbeiter oder aber Kosten für die Rückreise nötig. Diese Kosten stehen zwar nicht in direkter Verbindung mit dem Auftrag, sind aber für den Abschluss unvermeidbar. Auch hier sind Kostenersparnisse durch die Nutzung eines E-Rollers möglich und auch sinnvoll. Der Mitarbeiter lädt einen Roller in das zu überführende Auto, liefert das Fahrzeug aus und fährt dann ganz entspannt mit elektrischer Unterstützung zurück. So könnte die Fahrzeugüberführung deutlich effizienter und auch einfacher gestaltet werden.


Ob nun als Spaßbringer, als Begleiter zur Arbeit oder aber als Dienstleister eines Hol- und Bringservice; E-Roller sind momentan in aller Munde. Ob man sie braucht oder nicht, muss jeder für sich selber entscheiden, einen Versuch sollte es aber alle Male wert sein.

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